Was ist Flüssigrauch? 

Flüssigrauch ist kondensierter Rauch. Die Herstellungsart macht Flüssigrauch nicht nur viel umweltfreundlicher sondern auch schadstoffärmer, da die unerwünschten Bestandteile des Rauches (kanzerogene Stoffe) größtenteils entfernt werden. Er wird als Liquid Smoke, Flüssigrauch oder Flüssiger Rauch bezeichnet.
 
Raucharomen sind Zubereitungen aus kondensiertem Rauch. Raucharomen gibt es, aufgesprüht auf Trägermaterial (Dextrose, Salz, Maltodextrin usw.) oder in flüssiger Form (wasser- oder öllöslich). Dank einer ausgefeilten Technik stehen mit Flüssigrauch behandelte Fleisch-, Wurst-, Fisch-, und Käsewaren klassisch geräucherten Produkten mittlerweile in nichts nach. Neben einer längeren Haltbarkeit, sind für geräucherte Fleisch- und Wurstwaren ihr arttypischer Geschmack und ihre gleichmäßige Farbe entscheidend.Erzeugung Zunächst wird der Rauch , hergestellt meist aus Buchenholzspänen, kondensiert. Das Kondensat wird anschließend durch physikalische Prozesse in drei Komponenten zerlegt:
 
A)  ein wässriges Rauchkondensat, der Flüssigrauch
 
B)  eine wasserunlösliche Teerphase, hier werden einige Fraktionen sowie das Rauchkondensat gereinigt, wobei die gesundheitsschädlichsten Bestandteile (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) entfernt werden. Dabei erhält man das so genannte Primärrauchkondensat und die Primärteerphase. Diese beiden bilden die so genannten Primärprodukte und dienen der Weiterverarbeitung zu Raucharomen. Sie erfolgt auf physikalischem Weg durch Extraktion, Destillation, Konzentration durch Verdampfen oder Absorption.

C)  eine wasserunlösliche ölige Phase. Sie ist  ein Nebenprodukt und nicht zur Weiterverarbeitung geeignet.  EU-Verordnung über RaucharomenMit der Verordnung (EG) Nr. 2065/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. November 2003 über Raucharomen zur tatsächlichen oder beabsichtigten Verwendung in oder auf Lebensmitteln, die am 16. Dezember 2003 in Kraft trat, wurden die rechtlichen Regelungen der Mitgliedstaaten im Bereich der Herstellung, Zulassung und Verwendung von Raucharomen vereinheitlicht.

Die Verordnung sieht ein Verfahren vor, in dem die Kommission die sogenannten Primärprodukte - Primärrauchkondensat und Primärteerphase - für die Herstellung von Raucharomen zulässt. Die zugelassenen Stoffe werden in einer Positivliste im Anhang der Verordnung vermerkt. Geregelt wird also nicht der Zugang einzelner Raucharomen zum Binnenmarkt, sondern man beschränkt sich auf die Kontrolle und Zulassung von Ausgangsstoffen, der Primärprodukte. Im Zulassungsverfahren müssen die Hersteller von Primärprodukten dabei
detaillierte Angaben über Ausgangsstoffe und Produktionsmethoden machen. Die Zulassungsanträge sind bei der zuständigen Behörde des Mitgliedstaates zu stellen. Diese leitet sie an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit weiter.

Alle Raucharomen verfügen über den "Kosher Parve" Status, sind GMO-frei und entsprechen den EU - guidelines und US FDA Regularien für Raucharomen.